Stand: 23.06.2026
Stausee Sufers
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Der Sufner See: Eine landschaftliche Bereicherung.
Die Stauanlage Sufers bildet, zusammen mit dem Kraftwerk Bärenburg und dem zugehörigen Druckstollen, die mittlere Stufe der Kraftwerke Hinterrhein AG. Der Stausee wird durch eine schlanke, doppelt gekrümmte Bogenmauer aufgestaut. Je nach Jahreszeit und Wetterlage fallen im Rheinwald durch Niederschläge und Schneeschmelze sehr unterschiedliche Wassermengen an. Der Sufner See gleicht diese stark schwankenden Zuflüsse aus dem 194 km2 grossen Teil-Einzugsgebiet aus.
Das Stauziel wird bei Kote 1401 m ü. M. erreicht, darüber entsteht Überlauf. Durch die drei Überlauföffnungen und den Grundablass kann auch ein Jahrtausend-Hochwasser von über 1000 m3/s. abgeleitet werden.
Aus dem Sufner See kann auch Wasser in den Stausee Valle di Lei gepumpt werden. Die zugehörigen Speicherpumpen sind im Kraftwerk Ferrera installiert.
Im eingestauten Talboden gingen rund 30 Hektaren Wiesland verloren, was fast 20% des gesamten Futterertrags der Gemeinde ausmachte und einigen Familien die Existenzgrundlage entzogen hätte. Dank einer aufwändigen Gesamtmelioration am Nordufer des Sees konnte die KHR allen betroffenen Bauern den später überfluteten Boden ersetzen. Die landwirtschaftliche Produktion der Gemeinde Sufers konnte damit nicht nur erhalten, sondern sogar gesteigert werden. Heute ist der schöne Sufner See nicht mehr aus der Landschaft wegzudenken.
Staumauer Sufers |
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| maximale Mauerhöhe | 58 m |
| Kronenlänge | 125 m |
| Betonkubatur | 22100 m3 |
| Pendellote | 2 |
| Betontemperatur-Messstellen | 24 |
| Sickerwasser-Messstellen | 28 |
Sufner See |
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| Nutzinhalt | 17,5 Mio. m3 |
| Stauziel | 1401 m ü. M. |
| Senkungsziel | 1372 m ü. M. |
Dotierwasser: Für lebendige Bäche und Flüsse.
Der Wasserabfluss unterhalb von Kraftwerken fällt je nach Produktionsverlauf unterschiedlich aus. Damit die vielfältigen Funktionen der Fliessgewässer erhalten bleiben, wird in Stauanlagen stets eine bestimmte Wassermenge direkt ins Bachbett zurückgegeben – das sogenannte Dotierwasser. Es dient dazu, das Gewässer als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu erhalten, die Landschaft zu schützen und das Grundwasser zu speisen. Die Menge des Dotierwassers ist gesetzlich geregelt und den Jahreszeiten angepasst.
Unterhalb der Staumauer Sufers wird zwischen zwei Grundablass-Schützen Dotierwasser aus dem Stausee entnommen. In einer kleinen Dotiermaschine wird das Wasser zur Stromproduktion genutzt. Anschliessend wird das Dotierwasser über ein Beruhigungsbecken ins natürliche Bachbett des Hinterrheins geleitet. Falls die Dotiermaschine nicht zur Verfügung steht, wird das Wasser automatisch über einen Zylinderschieber umgeleitet. Eine Sonde misst die Wassermenge präzise und regelt die Rückgabe in den unteren Flusslauf rund um die Uhr.
Die Kraftwerke Hinterrhein AG: Ein besonderes Partnerwerk.
In den 50er- und 60er-Jahren wurden in den Schweizer Alpen zahlreiche Kraftwerke erbaut. Die Kosten für grosse Anlagen überstiegen in der Regel die Möglichkeiten einer einzelnen Stadt oder eines Kantons und erst recht einzelner Elektrizitätsunternehmen, so dass sich oft mehrere Interessenten als Partner zusammenschlossen. Die Kraftwerke Hinterrhein AG (KHR) ist eines dieser grossen Partnerwerke.
Im Verhältnis ihrer Beteiligung am Aktienkapital beziehen die Partner Strom und leisten ihren Beitrag zur Deckung der Betriebskosten. Beteiligt an der KHR sind als Partner bzw. Aktionäre:
| Edison International Shareholdings SpA | 20 % |
| Stadt Zürich | 19.5 % |
| Axpo Power AG | 19.5 % |
| Kanton Graubünden | 12 % |
| Alpiq Suisse AG | 9.28 % |
| BKW Energie AG | 7.72 % |
| Repower AG | 6.5 % |
| Konzessionsgemeinden | 3 % |
| IWB | 2.5 % |
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- Wasserkraftnutzung
- Baugeschichte der grossen Stauanlage im Valle di Lei
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