Stand: 23.06.2026
Kraftwerk Bärenburg
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Das Kraftwerk Bärenburg: Stromproduktion in der Staumauer.
Die Staumauer ist eine Schwergewichtsmauer von 64 m Höhe und 110 m Kronenlänge. Das Betonvolumen der Mauer beträgt 55000 m3, am Fuss ist sie 41 m stark. Die Besonderheit dieses Bauwerks ist seine doppelte Funktion als Staumauer und als Fundament für das Maschinenhaus. Die Hochspannungs-Schaltanlage wurde auf dem Dach des Maschinenhauses erstellt. Diese selten eingesetzte und technisch anspruchsvolle Bauweise erwies sich als zweckmässigste und wirtschaftlichste Lösung.
Jede Talsperre ist so konstruiert, dass sie auch einem ganz selten auftretenden, ausserordentlichen Hochwasser standhält. In Bärenburg wären bei einem solchen Ereignis auch die Zentrale und die Schaltanlage gefährdet. Das berechnete Volumen eines Jahrtausend-Hochwassers in Bärenburg von 1100 m3/s kann von den drei Entlastungsorganen mit Sicherheitsfunktionen (Hochwasserenlastung, Grundablass und Mauerdurchlass) gemeinsam bewältigt werden.
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| Einzugsgebiet | 460,5 km2 |
| Betriebswassermenge | 80 m3/s |
| Bruttogefälle | 321 m |
| Turbinenleistung | 220 000 kW |
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| Nutzinhalt | 1 Mio m3 |
| Stauziel | 1080 m ü. M. |
| Senkungsziel | 1060 m ü. M. |
Dotierwasser
Der Wasserabfluss unterhalb von Kraftwerken fällt je nach Produktionsverlauf unterschiedlich aus. Damit die vielfältigen Funktionen der Fliessgewässer erhalten bleiben, wird in Stauanlagen stets eine bestimmte Wassermenge direkt ins Bachbett zurückgegeben – das sogenannte Dotierwasser. Es dient dazu, das Gewässer als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu erhalten, die Landschaft zu schützen und das Grundwasser zu speisen. Die Menge des Dotierwassers ist gesetzlich geregelt und den Jahreszeiten angepasst.
In der Staumauer Bärenburg wird zwischen zwei Ablassschützen Dotierwasser aus dem Ausgleichsbecken entnommen. In der sogenannten Dotiermaschine wird das Wasser zur Stromproduktion genutzt. Anschliessend wird das Dotierwasser über ein Beruhigungsbecken ins natürliche Bachbett des Hinterrheins geleitet. Falls die Dotiermaschine nicht zur Verfügung steht, wird das Wasser automatisch über einen Zylinderschieber umgeleitet. Eine Sonde misst die Wassermenge präzise und regelt die Rückgabe in den unteren Flusslauf rund um die Uhr.
Die Kraftwerke Hinterrhein AG: Ein besonderes Partnerwerk.
Im Verhältnis ihrer Beteiligung am Aktienkapital beziehen die Partner Strom und leisten ihren Beitrag zur Deckung der Betriebskosten. Beteiligt an der KHR sind als Partner bzw. Aktionäre:
| Edison International Shareholdings SpA | 20 % |
| Stadt Zürich | 19.5 % |
| Axpo Power AG | 19.5 % |
| Kanton Graubünden | 12 % |
| Alpiq Suisse AG | 9.28 % |
| BKW Energie AG | 7.72 % |
| Repower AG | 6.5 % |
| Konzessionsgemeinden | 3 % |
| IWB | 2.5 % |
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